Dem Herrn Paulsen sein Kiosk
Dienstag, 23. Mai 2006
KAFFEE.SATZ.LESEN 31 mit John von Düffel, Mequito, June Melby, Rev.Dabeler und .klein


Hach Kinners ist das schön, Sonntag wird ein Fest! Ausnahmsweise sei mir bei der monatlichen Kaffee.Satz.Lesen-Ankündigung ein wenig persönliches "Hurra!" rufen erlaubt. Denn zum letzten KSL vor der Sommerpause kommt John von Düffel. Ich verehre John von Düffel. Sein letzter Roman "Houwelandt" gehört zu meinen zehn Lieblingsbüchern ever. Das er seinen brandneuen Roman "Hotel Angst" (DuMont) bei uns vorstellt ist ein kleines Wunder. Außerdem dabei, der wunderbare Mequito, ja DER, dessen Erzählung "Ein verregneter Sommer" zum Besten gehört, was ich im letzten Jahr im Netz gelesen habe. Und diese Geschichte gehört nicht nur ins Netz sondern auf die Bühne. Aus Los Angeles kommt die unglaubliche June Melby, Reverend Ch. Dabeler schwingt kraftvoll die Wörterkeule und wir haben ".klein" an Bord. ".klein" ist die beste Band Hamburgs. Weiß nur noch keiner. Sonntag ändern wir das.

KAFFEE.SATZ.LESEN 31
Sonntag, 28.05.06, 16:00 Uhr
Baderanstalt
Hammer Steindamm 62
neben S-Bahn Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock
5 Euro

John von Düffel *1966


Foto: Katja Sonnenberg

geboren in Göttingen, Theater- und Filmkritiker, Dramatiker und Übersetzer. Zurzeit ist er als Dramaturg am Hamburger Thalia-Theater tätig. 1998 erhielt er für seinen Debütroman „Vom Wasser“ den Ernst-Willner-Preis in Klagenfurt, den Jürgen-Ponto-Preis, den Mara Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg und den aspekte-Literaturpreis. 2005 erhielt er für seinen Roman „Houwelandt“ den Preis „Das neue Buch“, der jährlich vom Verband deutscher Schriftsteller (VS) Niedersachsen/Bremen ausgelobt wird. Sein neuer Roman „Hotel Angst“ (DuMont, Köln, Frühjahr 2006) erzählt von einer Fahrt Richtung Vergangenheit, nach Bordighera an der italienischen Riviera, dahin, wo der Erzähler in Gedanken schon so oft gewesen ist, ins „Hotel Angst“ – benannt nach seinem Besitzer Adolf Angst – ein Luxushotel der Jahrhundertwende, eine Titanic unter den mondänen Prachthotels dieser Welt. „Hotel Angst“ erzählt die Geschichte eines magischen Ortes, bewohnt von seiner Vergangenheit, und von der Erinnerung an den Vater, der davon träumt, das Hotel Angst wieder zu eröffnen.

June Melby *1972



„It is true that June was raised on a miniature golf course in the Midwest which her parents still own. She knows how to make cotton candy really, really well; often the cotton candies come out too large and then the kids feel a little sick after eating it all.“ (June Melby about herself). Die Lyrikerin, Poetry-Performerin und Musikerin June Melby ist mit Büchern wie „The Chicken Dilemma“ und „Tub Toys“ berühmt geworden, sie tritt in den Staaten sowohl als Solokünstlerin als auch mit ihrer Band „June Melby and Her Future Enemies“ auf. Nach vier ausverkauften Europatourneen seit 2000 begeisterte sie 2003 erstmals das KAFFEE.SATZ.LESEN-Publikum. Wir freuen uns auf das Wiedersehen.
www.junemelby.com

Rev. Christian Dabeler *1965



in Hamburg geboren, ist als Produzent, Musiker und Autor tätig. Er arbeitete musikalisch in Deutschland und den USA mit verschiedenen Größen wie z.B. Robert Forster von den Go Betweens. Er tourte jahrelang mit Rocko Schamoni, mit dem er auch die Drehbücher für die drei „Rollo Aller“-Filme schrieb. Seit Ende der Neunziger verfasst er Essays und Erzählungen und war als Komponist an verschiedenen Theatern tätig. Gemeinsam mit Almut Klotz arbeitet Dabeler zur Zeit am ersten Album ihrer Band „Europa“. Jüngst erschien der ebenfalls gemeinsam mit A. Klotz verfasste Roman „Aus dem Leben des Manuel Zorn “.

Mek Wito *1975



in den Dolomiten geboren, war schon Kuhhirte, Apfelpflücker, Hausbesetzer und arbeitet heute als UNIX-Operator. Nach langem Herumirren zwischen Milano, Padova, Berlin, Wien, Venezia, Paris und Zürich landete er in den Niederlanden, wo er viele Jahre verblieb und versuchte, sich zu festigen. Seine Häuser wurden ständig geräumt, was ihm heute noch als Ausrede für seinen löchrigen Lebenslauf dient. In den Niederlanden publizierte er sporadisch Texte in verschiedenen (meist kurzlebigen) Blättern. Mehrere Jahre lang schrieb er eine wöchentliche Kolumne über lokalrevolutionären Tratsch im subversiven, handgeschriebenen Wochenblatt „Springstof“. Später zog er nach Madrid, und in jener Zeit fing er nach langjähriger Abstinenz von der deutschen Sprache an, ein deutsches Weblog zu führen, um wieder Deutsch zu lernen. Madrid wurde ihm irgendwann zu heiß, und so zog er vor zwei Jahren nach Hamburg. In seinem Weblog schreibt er über seine Gedanken zur Basilikumzucht, über katastrophale Haushaltsführung und andere, finstere Abgründe der Seele. www.mequito.org

.klein *2005



.klein ist ein akustisches, laptopunterstütztes Duo - irgendwo zwischen Folk, Country und Britpop. Der Sänger und Poet Lutz Nikolaus Kratzer (voc., git.) und der Musiker Patrick Müller (electronics) vertonen unsere Welt. Man könnte es als melancholische Reisemusik bezeichnen, durchsetzt mit knisternden, schnarrenden, brüchigen und rascheligen Elektronika.Ihr Debüt-Album „The Next Small Thing“ erschien am 12. Mai bei PopupRecords.



Pressestimmen:
"Die schönsten traurigsten Lieder 2006" [beam me up] "Das Kleine, Nebensächliche in melancholisch-fragilen Folk-Elektronik-Wohlklang packen, das gelingt Lutz Nikolaus Kratzer und Patrick Müller bestens. Musik, ganz nah am Hörer-Ohr. Das neue kleine Ding? Eine der schönsten Alben dieser Tage." [Zitty] "Zu dieser hübschen, funkelnden Musik könnte einem alles Mögliche einfallen" [Szene Hamburg]

Mehr über die redereihamburg e.V. und KAFFEE.SATZ.LESEN gibt es im Internet unter
www.redereihamburg.de
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